CD Review: Waiting For Connection – Fragile Constructs

Am 20. August 2021 veröffentlichten die Members von Waiting For Connection ihre erste EP, die den Titel Fragile Constructs trägt. Wie die Band selbst vermeldet, war es das Ziel, ihre Musik in eine eigene Interpretation des Metalcores einzubinden. Tatsächlich bildet der Metalcore Style der Gruppe vor allem stimmlich die musikalische Grundlage ab. Die im Soundbild zu findenden weiteren Einflüsse reichen jedoch vom Death Metal über den Metalcore bis hin zum Progressive Metal. Vor allem gesangstechnisch ist die Stimme des Sängers Alexander Steinam je nach Bezug zum textlichen Zusammenhang flexibel eingesetzt. Es werden diverse Growls, Screams aber auch Clean Vocals verwendet.
Die Lyrics der einzelnen Tracks des Extended Players sind meist kryptisch gehalten und in Metaphern dargestellt. Vor allem aber wird das Eigene ich vielleicht auch das Eigene selbst in Bezug zu philosophischen und soziologischen Themenkreisen gesetzt.

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CD Review: Seltar – Autoscopia

Seltar ist ein US-Projekt, das genau so mystisch erscheint wie sein für die Außenwelt unbekannter Urheber, der sich Invierno nennt. Die Texte des Albums sind in spanischer Sprache verfasst. Die Lyrics handeln von einem Reich in der Antike, das leere Körper beheimatet, die sich in einer dunklen, melancholischen Atmosphäre befinden. Durch eine kosmische Energie, welche durch die Vorfahren erzeugt wird, verlassen die Körper ihr Hüllen. Die Transzendenz bleibt, das Ego wird aufgegeben. Der Geist blickt zurück auf sein Irdisches ich und wird zu einer Vision gelangen, die durch Autoscopia auf eine spektrale Ebene geführt wird.
Diese kosmische Reise spielt sich musikalisch in der Sphäre des atmosphärischen Black Metals ab!

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CD Review: Sweeping Death – Tristesse

Kurz nachdem Sweeping Death ihren letzte Longplayer „in Lucid“ im Jahr 2018 veröffentlicht hatten, entstand die Idee, ein Konzept orientiertes Werk zu schaffen. Dieses Vorhaben setzen die Progressive Metaler aus dem bayerischen Wildsteig nun in der am 9. September 2021 erscheinenden EP, die den Titel Tristesse trägt, um. Der Inhalt des Extendedplayers bewegt sich im philosophischen Sinne um die Zahl 3. Dadurch ist das Werk so aufgebaut, das diese Zahl die Richtung vorgibt und hierbei Anleihen aus Arthur Schopenhauers Lebenswerk „Die Welt als Wille und Idee“ nimmt. Musikalisch bringt Sweeping Death das lyrische „Ich“ in diesem Zusammenhang den Hörern nahe.

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CD Review: Praise The Plague – The Obsidian Gate

Wer seine Gemütsstimmung in tiefe dunkle Gefilde führen möchte, dort, wo die Emotionen dem Gefrierpunkt nahe sind, der sollte sich das dritte Studioalbum des Berliner Quintetts, das über Lifeforce Records am 30.Juli 2021 veröffentlicht wird, zu Ohren kommen lassen. Sobald der Tonträger seine Schallwellen erzeugt, könnte man den Eindruck gewinnen, als würden Soundwände auf einen zukommen, die durch aggressive Black Metal Passagen unterbrochen werden und immer wieder in tiefe Doomphasen münden.

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CD Review: Lykhaeon – Opprobrium

Aus der Gegend um Zürich, am Rande der Schweizer Berge, dort wo Mitglieder des Helvetic Underground Committees ihre schwarzmetalischen Werke kreieren, gibt es neues zu vermelden!
Kerberos und Meister T., die beiden Protagonisten von Lykhaeon und prägenden Members des Committees veröffentlichen am 21. Juli 2021 über Repose Records ihr zweites full-length Album, das den Titel Opprobrium trägt. Der schwarzmetalische Todesmetal, der durch mächtige Doomschwaden angereichert wird, nimmt die Hörer thematisch in die Welt der griechischen Mythologie mit.

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CD Review: Hanging Garden – Skeleton Lake

Was macht man als Musiker zu Pandemie Zeiten im strengen, kalten, dunklen Winter in den finnischen Wäldern? Vielleicht sitzt man in seinem Haus um eine lodernde Feuerstelle und befasst sich mit der Schaffung eines neuen Albums. Möglicherweise kann man sich so die Entstehung des siebten Studioalbums der finnischen Band Hanging Garden vorstellen, das den Titel Skeleton Lake trägt und am 21. Mai 2021 über das Label Lifeforce Records veröffentlicht wird.

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CD Review: Suffersystem – TORN IN ROTTEN FLESH

Wer gerne eine Symbiose aus Thrash- und Death Metal im Old School Stile, verbunden mit kernigen Riffs sowie Gesangspassagen, die teilweise in Richtung Black Metal tendieren hören möchte, sollte an diesem Album nicht vorbei gehen.
Suffersystem ist ein Projekt, das im Jahre 2000 in Essen durch Dirk Padtberg ins Leben gerufen wurde. Daniel Funke und Stephan Loch kamen hinzu und bildeten die Band, die bis zum Jahr 2008 zwei Demos und drei Alben produzierte. Dann setzte eine schöpferische Pause von 12 Jahren ein. Anno 2020 verspürte Dirk Padtberg (alle Instrumente) wieder Lust, aktiv zu werden. Zusammen mit Daniel Funke (Gesang) wurde das Album The End of Ends eingespielt. Offensichtlich war der Schaffensdrang so mächtig, dass bereits am 19. März 2021 der interessierten Hörerschaft ein neues Werk mit dem Titel Torn in Rotten Flesh über das Label Black Blood Records zur Verfügung gestellt wurde.

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CD Review: Iotunn – Access All Worlds

Wer den melodischen Death Metal der bombastischen Art durchsetzt mit Hooklines, interessanten Riffs, aber auch mit leicht progressiven Einflüssen verwoben schätzt, sollte sich unbedingt den ersten Longplayer von Iotunn zu Ohren und Gemüt führen. In einer teils dunkel wirkenden musikalischen Atmosphäre haben die Hörer den Lyrics entsprechend die Möglichkeit, einige Raumfahrer zu begleiten, die neue Welten entdecken, in denen Menschen existieren können. Es geht um mögliche neue Formen des Lebens sowie über die Geschichte der Menschheit. Am Ende der Reise kommen die Protagonisten in das Weaver System, weit weg von der Alten Welt und entdecken dort vollkommene neue paradiesische Zustände.

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CD Review: Yoth Iria – As The Flame Withers

Yoth Iria, die sich im Januar 2019 formiert haben, sind am 25. Januar 2021 mit ihrem ersten Longplayer, der den Titel „As The Flame Withers“ trägt, an den Start gegangen. Im Jahr 2020 entstand bereits eine EP sowie ein Split-Album. Es handelt sich hier keinesfalls um eine Newcomer Band, vielmehr verbergen sich hinter Yoth Iria, Jim Mutilator, der u. a. Bassist und Gründungsmitglied von Rotting Christ war, sowie The Magus, der die Band Necromantia mit „ins Leben gerufen“ hatte und ebenfalls u. a. bei Rotting Christ tätig war.
Weitere Gastmusiker unterstützen die beiden Protagonisten bei Bedarf.
Der Sound des Tonträgers ist dem Genre des Black Metals entliehen und mit melodischen Einschlägen und düsteren Klängen, aber auch spielerisch interessanten Riffs verwoben.

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CD Review: Age of Woe – Envenom

In den tiefen, rauen, musikalischen Gefilden des Göteborger Untergrundes, dort, wo der Death Metal mit dunklen Doomschwaden durchzogen wird, ist im Sommer des Jahres 2010 die Band Age of Woe entstanden! Die in Schweden, Finnland und Deutschland beheimateten Band Mitglieder veröffentlichen am 26. Februar 2021 über Lifeforce Records ihr drittes Studioalbum, das den Titel Envenom trägt.
Das Werk verarbeitet sozialkritische Themen und greift in Bezug zur aktuellen Pandemie Situation auch Themen wie Angst, Wut, Bedrohung sowie Entfremdung auf.

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