CD Review: Rex Verminorum – Rex Verminorum

Aus dem metalischen Untergrund taucht etwas Dunkles, jedoch nicht ganz Schwarzes auf!


Es handelt sich um eine geheimnisvolle Gruppierung, die sich den Tarnnamen Rex Verminorum gegeben hat und vermutlich aus deutschen Landen stammt. Der Titel ihres Erstlingswerkes wurde nach ihrem Bandnamen benannt.
Die Protagonisten dieses Tonträgers stellen sich als M.D.B. (Drums und Gitarren), P.S. (Gitarren und Bass), sowie R., der für die Vocals zuständig ist vor.
Bei der CD handelt sich um ein Minialbum, dass eine Spieldauer von ca. 25 Minuten aufweist.

Kein Dankeschön, keine Grüße und auch keine Kontakte erwünscht!
Mit anderen Worten „Fuck Off“!
Dies ist die Aussage, die auf der Innenseite des Booklets manifestiert ist.
Auf dem schwarz-weiß gestalteten CD-Cover ist ein Drache dargestellt, der wohl eine Verbindung mit einer Echse eingegangen sein dürfte. Dieser taucht inmitten von Schlangen und Totenköpfen auf.

Musikalisch gesehen handelt es sich bei dieser EP um einen nicht alltäglichen Mix aus den Genres Black Metal und Rock/Heavy Metal, verbunden mit einigen Punk Einflüssen. Die Band versteht es, den Black Metal Sound mit rockigen Elementen zu verbinden. Eine durchaus interessante und hörenswerte Kombination!

Der erste Titel trägt die Bezeichnung Intrinity und hat eine Spieldauer von knapp 2 Minuten! Das reicht gerade, um die Gitarren und den Bass im Mid Tempo warm zu spielen.

Los geht es im eigentlichen Sinne mit Erotic Thrill. Zu den rhythmisch rockig einsetzenden Gitarren kommt eine dezente Schlagzeug Begleitung hinzu. Der Sänger greift mittels seiner tiefen Clear Vocals in die treibenden Taktfolgen ein. Nach einem Tempowechsel geht es in langsamere, schleppende, etwas doomig angehauchte Gefilde über, die zum Schluss mittels einer Sologitarre verabschiedet werden.

Der folgende Track ist Homicidal Trips.
Die Songtitel und die Texte des Tonträgers weisen keine „tief greifenden lyrischen Spuren“ auf, aber das ist vermutlich genau so gewollt!
Homicidal Trip beginnt im schnellen Black Metal Modus. Nach einem Wechsel der Beats in die leicht punkige Richtung stimmt der Sänger mittels einigen „dreckigen“ Vocals in das Geschehen ein.
Das Schlagzeug und die Gitarren erhöhen die Geschwindigkeit. Nachdem das Lied später wieder in langsamere Gefilde abdriftet, setzt R. noch einige schwermütige Screams hinzu.

Song Nummer vier ist Respect The Fist. In diesem Sinne gab der Sänger gleich einmal mit seinen tiefen langsamen Growls, in Begleitung von tief gestimmten ruhigen Gitarren die Richtung vor.
Nach einigen überleitenden gezupften Gitarrenklängen folgten dann interessante spielerische Komponenten. Bis zum Ende hin wurde das Stück durch einen voluminösen Klangteppich aus Gitarren und Bass begleitet.

Der vorletzte Song lautet Neco Ergo Sum und beginnt mit rhythmischen Beats, die den Sänger, der seine Geschichte erzählt, vor sich her treiben. Bass und Gitarren spielen sich im harmonischen Wechsel gegenseitig zu, bevor die Schlagzahl des Liedes wieder deutlich steigt. Die kratzigen Scream Vocals führen das Stück bis zum „bitteren Ende“

Der letzte Track der CD lautet auf den Namen Reduced To The Essential. Er wird durch schnelle Frequenzen des Schlagzeugs und helle Gitarrenriffs im Old School Black Metal Stil eingeleitet.
Dann erfolgt ein Wechsel in schöne langsame“mit Doom“ angehauchte Klangbilder. Die Scream Vocals haben in der Darstellung einen erzählenden Charakter und wirken zum Soundbild hin absolut authentisch. Fette Gitarren im Hintergrund runden den wunderbaren Song harmonisch ab.
Nach einem Solozwischenspiel mittels hellen Gitarrenriffs erfolgt wieder ein Tempowechsel in den Speedbereich. Die Vocals machen nun einen aggressiven Eindruck.

Nach einer kurzen Pause geht es mit fetten Gitarrenriffs in die zweite Runde des Songs.
Diesmal werden die Screams des Sängers mit einem rockig, treibenden Rhythmus der Gitarren vermischt. Eine interessante Symbiose der Stilelemente.

Rex Verminorum ist es gelungen, einige Metal Genres so miteinander zu verbinden, dass eine ansprechende Produktion daraus entstanden ist.
Sind weitere Werke zur Veröffentlichung vorgesehen, darf der geneigte Hörer gespannt sein, ob es
der Band gelingt, die Erwartungshaltung hinsichtlich einer Weiterentwicklung der spielerischen Kreativität zu erfüllen.
Die Scheibe macht jedenfalls Lust auf mehr!
An diesem Tonträger könnten auch Fans anderer Spielrichtungen im Metal gefallen finden.
Einfach mal rein hören, was sich im Untergrund so alles entwickelt!
Erwerben kann man den Silberling auch direkt beim Label „Black Blood Records“!

BandRex Verminorum
AlbumRex Verminorum
Titel1. Intrinity 1:45
2. Erotic Thrill 3:33
3. Homicidal Trips 3:42
4. Respect The Fist 3:48
5. Neco Ergo Sum 3:57
6. Reduced To The Essentials 8:02
LabelBlack Blood Records
GenreBlack Metal / Rock Heavy Metal / Punk
StudioalbumNr. 1 (Mini Album)
Veröffentlicht22. Febr. 2019
HerkunftUnbekannt, (vermtl.
Deutschland)
GründungUnbekannt
MembersM.D.B. Drums/Gitarren
P.S. Gitarren/Bass
R. Vocals

Verfasst im März 2019
von Roland Hesse

 

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